Museumskeller
Der Museumskeller ist weit mehr als nur ein Veranstaltungsort; er ist ein Stück Erfurter Musikgeschichte. Beheimatet im Keller des „Museum für Thüringer Volkskunde“, diente er zu DDR-Zeiten als Refugium für die sogenannte „Blueser“-Szene – Jugendliche, die sich optisch und musikalisch vom staatlich verordneten Einheitsbrei abgrenzten. Diese DNA ist bis heute spürbar. Während andere Clubs auf Hochglanz poliert wurden, besticht der Museumskeller durch seine raue, ehrliche Atmosphäre. Die Nähe zwischen Publikum und Band ist hier extrem: Es gibt keinen Graben, man steht direkt vor den Musikern. Ergänzt wird das Angebot durch den angeschlossenen Biergarten im Innenhof, der besonders in den Sommermonaten ein beliebter Treffpunkt ist.
Ort/Herkunft
Erfurt, Juri-Gagarin-Ring
Historie
In den 1970er Jahren als Jugendclub des Stadtmuseums etabliert; entwickelte sich schnell zu einem der wichtigsten Treffpunkte der alternativen Musikszene (Blues, Rock) in der DDR
Mission/Idee
Eine authentische Plattform für handgemachte Live-Musik – abseits des Mainstreams, für etablierte Künstler und Newcomer
Stil/Besonderheit
Kleiner, intimer und oft "schwitziger" Club mit "Rock'n'Roll-Wohnzimmer"-Atmosphäre; gilt als Institution für Live-Musik in Thüringen
Typische Werke
Konzerte aus den Genres Rock, Indie, Blues, Punk und Singer-Songwriter
Aktivitäten
Regelmäßige Konzerte (oft am Wochenende), Partys, und im Sommer der "Biergarten" im Innenhof
Highlight
Die legendäre Dichte an Konzerten – viele heute große Bands (z.B. Rammstein in ihren frühen Jahren oder internationale Indie-Größen) haben hier auf der kleinen Bühne gestanden
Überraschendes
Der Club gilt als eine der wenigen Locations der DDR-Subkultur, die ihren Charakter und Betrieb fast nahtlos in die Nachwendezeit retten konnten
Wunsch für die Zukunft
Weiterhin als unabhängiger Live-Club die Erfurter Kulturlandschaft prägen
Karte
Eine Übersicht aller Orte inklusive Wegplanung und ÖPNV-Stationen in der Nähe findest du auf unserer Seite "Karte"
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